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Wien (pts023/23.04.2020/13:55)

Abwasserentsorgung trotz Corona-Pandemie gesichert

Österreichische Abwasserwirtschaft gerade in Krisenzeiten gefordert

Die aktuelle Entwicklung rund um die Corona-Pandemie stellt die öffentlichen Dienstleistungen insgesamt vor große Herausforderungen. Neben der Trinkwasserversorgung ist auch die Abwasserentsorgung systemrelevant und Teil der kritischen Infrastruktur. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeinden und Abwasserverbände sorgen mit großem persönlichem Einsatz auch in diesen schwierigen Zeiten auf den Kanal- und Kläranlagen für ein reibungsloses Funktionieren der Abwasserentsorgung auf dem gewohnt hohen Niveau.

Teilweise im Notbetrieb und von der Allgemeinheit weitestgehend unbemerkt, verrichtet das Personal der Gemeinden und Abwasserverbände diese zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge und schützt damit die österreichische Bevölkerung vor weiteren gesundheitlichen Risiken. Ganz in Vergessenheit geraten ist die Tatsache, dass die Pandemien vergangener Jahrhunderte auf eine nicht vorhandene Abwasserentsorgung und den damit verbundenen hygienischen Missständen zurückzuführen waren.

Schutzvorkehrungen und Personalengpässe in der Abwasserwirtschaft

Die Aufrechterhaltung des Betriebs der Kanal- und Kläranlagen stellt Gemeinden und Verbände und deren Betriebspersonal jedoch vor große Herausforderungen. Vor allem die Personalplanung gestaltet sich in der Krise als besonders schwierig. DI Manfred Assmann, Geschäftsführer des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV), hierzu: "Trotz der personellen Engpässe und verschärfter Sicherheitsbedingungen ist es erfreulicherweise gelungen, die Abwasserreinigung weiterhin ordnungsgemäß aufrechtzuerhalten. Um einen Ausfall der Anlagen aufgrund erkrankter MitarbeiterInnen zu verhindern, werden viele Anlagen im Schichtbetrieb geführt." Die Qualität der Abwassersammlung und der Abwasserreinigung unterliegt somit auch in der Krise keinen Einschränkungen.

Daseinsvorsorge Abwasserreinigung mit Unterstützung des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV)

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) nimmt seine zentrale Schlüsselposition als das Branchennetzwerk der österreichischen Abwasserwirtschaft wahr und steht seinen über 2.000 Mitgliedsorganisationen auch in Krisenzeiten uneingeschränkt zur Verfügung. "Die primäre Aufgabe des Verbandes ist es, unsere Mitglieder mit Informationen und Sachkompetenz zu versorgen und zu begleiten. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist uns das ein besonderes Anliegen. Da fast alle kommunalen Abwasseranlagen im ÖWAV organisiert sind, können wir unsere Mitglieder über unser Netzwerk an ExpertInnen und PraktikerInnen mit aktuellen Informationen erreichen und unterstützen", so ÖWAV-Präsident BR h.c. DI Roland Hohenauer.

Bereits seit Beginn der Pandemie in Österreich beschäftigt sich der ÖWAV intensiv mit der Thematik "SARS-CoV-2 im Abwasser". Aktuelle Informationen für Betreiber von Abwasseranlagen werden laufend auf der Homepage des ÖWAV https://www.oewav.at/ veröffentlicht. Auch mittel- bis langfristig wird sich der ÖWAV mit dem Thema Corona auseinandersetzen, um seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten.

Klopapier-Alternativen verstopfen Kanäle und Pumpen

Die Corona-Krise verschärft jedoch unerwartet auch noch eine ganz andere Problematik. So führen die Hamsterkäufe von Klopapier in den letzten Wochen auch zu einer eklatant gestiegenen Nachfrage nach alternativen Hygieneprodukten, wie u.a. Feuchttüchern. Diese lösen sich allerdings im Wasser nicht rasch genug auf und verstopfen folglich Kanäle und Rohre. Im schlimmsten Fall drohen Pumpwerke auszufallen. Verstopfte Ableitungen können wiederrum zum Rückstau des Abwassers in die sanitären Einrichtungen der betroffenen Wohnungen und Häuser führen. Der ÖWAV appelliert darum einmal mehr daran, derartige Hygieneartikel nicht über die Toilette, sondern fachgerecht über den Mülleimer zu entsorgen. Nicht nur, aber besonders während der Corona-Krise und in Zeiten von kurzfristiger Knappheit an Toilettenpapier gilt die Prämisse "Poo-Pee-Paper" – nur menschliche Ausscheidungen oder normales Toilettenpapier darf über das WC entsorgt werden.

Auch aufgrund von Personalknappheit würde ein Ausfall von Pumpwerken während der Pandemie den uneingeschränkten Betrieb der Abwasserentsorgung stark beeinträchtigen. "Gerade bei kleinen Betreibern bestehen zur Schadensbehebung hohe Anforderungen an das Personal, welches in Zeiten der Corona-Krise ohnehin nur sehr eingeschränkt verfügbar ist", betont der Vizepräsident des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV) und Geschäftsführer des AWV Wiener Neustadt-Süd BR h.c. DI Dr. Wolfgang Scherz, MBA. Schon in Zeiten abseits der Krise entstehen für die Abwasserbetriebe durch die Entsorgung von ungeeigneten Hygieneartikeln in den Toiletten Kosten und Schäden in Millionenhöhe.

Abwasserbranche in Österreich – Zahlen und Fakten:

Im Durchschnitt sind 95 Prozent aller österreichischen Haushalte über Schmutz- und Mischwasserkanäle an das Kanalnetz angeschlossen. Davon liegen 93,5 Prozent im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden und Verbände, 1,5 Prozent werden über Genossenschaften entsorgt. Die verbleibenden 5 Prozent der Haushaltsabwässer werden zudem über private Einzelanlagen, Senkgruben etc. entsorgt. Trotz des österreichweiten hohen Anschlussgrades gibt es dennoch Regionen, wo der Anschlussgrad nur bei 70-80% liegt. Daher sind auch Neuinvestitionen weiterhin dringend erforderlich.

Das öffentliche Kanalnetz misst zurzeit insgesamt fast 93.000 km. Die Abwässer werden in ca. 1.930 kommunalen Anlagen und rund 15.500 Kleinklärlagen gereinigt und behandelt. Mit einer Ausbaukapazität von fast 21,5 Mio. EW (Einwohnerwerte) im kommunalen und 10 Mio. EW im industriellen und gewerblichen Bereich leistet die Abwasserbranche einen zentralen Beitrag zum Gewässerschutz in Österreich. In österreichischen Haushalten werden durchschnittlich 130 Liter Wasser pro Kopf und Tag verbraucht. Derzeit sind rund 10.400 Personen im Abwassersektor beschäftigt.

Die Qualität der Abwassereinigung hängt stark vom Fachwissen und somit von der Qualität und der Ausbildung des Fachpersonals ab, der in Österreich großer Stellenwert durch ein entsprechendes Aus- und Fortbildungsangebot des ÖWAV beigemessen wird. Um eine kontinuierliche Know-how-Entwicklung beim Betriebspersonal und Weiterentwicklung von Technologie voranzutreiben, ist der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gemeinsam mit den Universitäten maßgeblich beteiligt.

Branchenbild Abwasser 2020

Im Jänner 2020 wurde das aktualisierte "Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft" veröffentlicht, das einen kompakten, aktuellen Überblick über die Abwasserwirtschaft in Österreich gibt. Das Branchenbild wurde vom ÖWAV gemeinsam mit der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) erstellt. Die interessierte Öffentlichkeit, die Abwasserbranche und insbesondere die Politik erhalten mit dem Branchenbild die Möglichkeit, sich über die Leistungen der österreichischen Abwasserwirtschaft, die Vielfalt ihrer Aufgaben und die aktuellen Herausforderungen an die Branche zu informieren. Das Branchenbild Abwasser 2020 steht auf der ÖWAV-Homepage https://www.oewav.at/branchenbild2020 zum Gratis-Download zur Verfügung. Die gedruckte Version kann kostenfrei beim ÖWAV angefordert werden.

Österreichischer Wasser-und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) vertritt seit 1909 die Gesamtheit der Wasser-und Abfallwirtschaft in Österreich. Als gemeinnütziger Verein setzt er sich für die Erreichung der nachhaltigen Ziele auf nationaler und internationaler Ebene ein.

Seinen über 2.000 Mitgliedern bietet der ÖWAV ein Netzwerk, eine neutrale und unabhängige Plattform aller fachlichen Kräfte mit hoher Sachkompetenz, die Informationen, Ausbildung und den Interessenausgleich in der österreichischen Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft anbieten oder suchen.

Als Informations- und Kommunikationsdrehscheibe stellt der ÖWAV seinen Mitgliedern Informationen zu technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zur Verfügung und ermöglicht den Erfahrungsaustausch in den Bereichen Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft. Im Zentrum der Aktivitäten des ÖWAV steht die Organisation von Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie das Erarbeiten von technischen Regelwerken für die Praxis (Regelblätter, Arbeitsbehelfe, Positionspapiere usw.).

 

Aussender: Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)
Ansprechpartner: Mag. Heidrun Schiesterl, MA
Tel.: +43 1 535 57 20 90
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.oewav.at

 

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